FNP vom 06.05.06

Care-Pakete erleben eine Renaissance


Von Petra Manning
Fechenheim. Care Pakete der besonderen Art werden demnächst in Fechenheim ausgegeben. Das Christliche Zentrum Frankfurt (CZF) und das Stadtteilbüro der 1994 gegründeten GFFB, die Langzeitarbeitslose vermittelt, verwirklichen mit Hilfe von Günter Ebisch, dem Sozialvorsteher in Fechenheim-Nord das Projekt zur Unterstützung unterversorgter Menschen. „Brot & Salz“ nennt sich die Aktion. „Sie soll Menschen unter die Arme greifen, die jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen“, sagt die Leiterin des Stadtteilbüros, Jessica-Jane Clotten. Am Freitag, 19. Mai, beginnt die Ausgabe von Essenspaketen für einen Euro.


Sie erfolgt künftig zwei Mal wöchentlich: freitags von 12 bis 14 Uhr in der kostenlos zur Verfügung gestellten Beratungsstelle des Sozialrathauses, Alt-Fechenheim 63 in Fechenheim-Süd, und mittwochs von 16 bis 18 Uhr im CZF in der Salzschlirfer Straße 15 im Norden des Stadtteils. Die Essenspakete enthalten Nahrungsmittel wie Brot, Gemüse, Konserven und Milchprodukte. „Natürlich erst einmal alles, was gut konserviert ist“, sagt Frau Clotten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum dürfe nicht abgelaufen sein. Die Organisatoren müssten erst einmal sehen, wie die Resonanz auf das Angebot sei, „Selbstverständlich sind weder Alkohol noch Zigaretten drin.“

Das Angebot richte sich an in Not geratene Menschen, Kinder und Obdachlose, die mit dem Nötigsten versorgt werden sollen. „Zunächst werden wir niemanden auf seine Bedürftigkeit hin kontrollieren.“ Das könne sich ändern, wenn die Verantwortlichen das Gefühl hätten, das Angebot werde schamlos ausgenutzt.
Das Geld für die Finanzierung des Grundstocks an Paketen liefert das CFZ. Die evangelische Freikirche, der zirka 275 Mitglieder angehören, steuert auch ein Auto bei, das bei Bedarf auch Pakete transportieren soll. „Aber wir werden natürlich keine Konkurrenz zu „Essen auf Rädern“ darstellen, betont Frau Clotten. Einmal wöchentlich beteiligt sich der Verein „Frankfurter Tafel“ mit einer Zulieferung jeweils donnerstags.

Das Projekt „Brot & Salz“ hat zum Ziel, auch andere Gemeinden und Hilfsinstitutionen einzubinden, um ein Netzwerk zur Unterstützung Bedürftiger einzurichten. Die GFFB hat für ihre Klienten fünf Arbeitsgelegenheiten, so genannnte Ein-Euro- oder Zusatzjobs, geschaffen. Zudem gibt es ehrenamtliche Helfer. Die Organisatoren sind angewiesen auf Spenden zum Aufbau des mobilen Bringdienstes und zum Kauf von Lebensmitteln und Getränken. Ebenso bemühen sie sich um Sponsoren: „Finanzielle wie materielle Hilfe ist erwünscht“, betont Frau Clotten.
Kontakt ist möglich über das CZF, Telefon 9 41 48 00, oder über die GFFB im Stadtteilbüro Alt Fechenheim 81, Telefon 42 60 17 60. Ein Spendenkonto des CZF liegt bei der evangelischen Kreditgenossenschaft, BLZ 52 06 04 10, Kontonummer 1 04 00 33 22.




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