Frankfurter Rundschau vom 21.06.06

Stadtteilbüro in Eckenheim vermittelt Ein-Euro-Jobs

Im neu eröffneten Laden setzt die Beschäftigungsgesellschaft GFFB auf Bürgernähe und kooperiert eng mit örtlichen Einrichtungen.


Die Mitarbeiter des Stadtteilbüros „jobs@eckenheim“ bieten Arbeitssuchenden täglich eine aktualisierte Jobübersicht. Sie wollen bis zu 100 Ein-Euro-Jobs in und um Eckenheim schaffen.


ECKENHEIM Derzeit bekommen Kirchen, Vereine und soziale Einrichtungen in Eckenheim freundliche Anrufe und Besuche: So bauen die Mitarbeiter des Eckenheimer Stadtteilbüros die Zusammenarbeit auf, um Arbeitslose in zusätzliche Arbeitsgelegenheiten zu vermitteln in die Altenpflege, ins Büro oder in eine Hausmeister-Tätigkeit. In der Regel arbeiten die Arbeitslosengeld II-Empfänger 25 Stunden in der Woche und erhalten dafür monatlich 150 Euro.

Aktuell verwaltet das Stadtteilbüro 19 Arbeitsgelegenheiten. Seitdem „jobs@eckenheim“ Mitte März seine Arbeit aufgenommen hat, sind elf neue Möglichkeiten entstanden. Fünf davon sind im Stadtteilbüro selbst angesiedelt, um die Job-und Stadtteilrecherche voranzutreiben. Vom Rhein-Main Jobcenter bekommt die GFFB für jede Arbeitsgelegenheit 500 Euro. Damit finanziere die GFFB die Stellenakquise und den organisatorischen Aufwand, sagt die Projektkoordinatorin Annemie Pauli.

Mit einigen Kooperationspartnern wie dem Frankfurter Verband habe die GFFB bereits zuvor zusammengearbeitet. Durch das Büro in Eckenheim wolle die GFFB nun verstärkt stadtteilorientiert arbeiten. „Wir haben bewusst ein Büro im Erdgeschoss mit Schaufenstern gewählt, denn wir wollen Präsenz zeigen“, sagt Pauli.

Für interessierte Eckenheimer sei es nur ein kleiner Schritt, „mal bei uns rein zu schauen“. Ihre Mitarbeiter hängen täglich Jobangebote aus. Ein Gärtner, ein Dachdecker und eine Kosmetikerin hätten sich bereits bei ihnen nach Arbeit erkundigt. Aber auch zwei Arbeitgeber hätten sich auf der Suche nach einer Reinigungskraft und einem Versicherungsvertreter an sie gewendet. Von der Nähe zu den örtlichen Verbänden verspricht sich Pauli außerdem eine intensivere Zusammenarbeit: „Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die Chancen der Arbeitslosen auf Weiterbeschäftigung zu verbessern. “Die Dauer der Arbeitsgelegenheiten ist auf neun Monate begrenzt. Danach liegt es im Ermessen der Träger, ob sie die zusätzlichen Arbeitskräfte übernehmen.

Obwohl beim Jobcenter Nord die Nachfrage nach Arbeitsgelegenheiten inzwischen zurückgegangen sei und viele Plätze unbesetzt blieben, ist Jochen Steinacker, GFFB-Projektmanager, zuversichtlich, dass sie die 100 Arbeitsgelegenheiten, die entstehen sollen, auch vermitteln können.

Bei der Eröffnung am Montag traf das Stadtteilbüro jedenfalls auf viele positive Reaktionen, vor allen bei den Ortsbeirat-Vertretern.
FRANCISKA SCHUBERT


KONTAKT ZUM JOBCENTER

Die Beschäftigungsgesellschaft GFFB bietet derzeit rund 240 Erwerbslosen so genannte Ein-Euro-Jobs.                    
Seit deren Einführung im November 2004 konnten laut GFFB ein Viertel aller Erwerbslosen in Arbeit oder weiterführende Maßnahmen vermittelt werden.
Das Stadtteilbüro, Eckenheimer Landstraße 461, ist unter 954118789  zu erreichen. Weitere Büros: Bockenheim, Leipziger Straße 60; Fechenheim, Alt-Fechenheim 81; GFFB-Zentrale in der Elbinger Straße 7.
                                                                                                                             ISK


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