ECKENHEIM Derzeit bekommen
Kirchen, Vereine und soziale Einrichtungen in Eckenheim freundliche
Anrufe und Besuche: So bauen die Mitarbeiter des Eckenheimer
Stadtteilbüros die Zusammenarbeit auf, um Arbeitslose in zusätzliche
Arbeitsgelegenheiten zu vermitteln in die Altenpflege, ins Büro oder in
eine Hausmeister-Tätigkeit. In der Regel arbeiten die Arbeitslosengeld
II-Empfänger 25 Stunden in der Woche und erhalten dafür monatlich 150
Euro.
Aktuell verwaltet das Stadtteilbüro 19 Arbeitsgelegenheiten. Seitdem
„jobs@eckenheim“ Mitte März seine Arbeit aufgenommen hat, sind elf neue
Möglichkeiten entstanden. Fünf davon sind im Stadtteilbüro selbst
angesiedelt, um die Job-und Stadtteilrecherche voranzutreiben. Vom
Rhein-Main Jobcenter bekommt die GFFB für jede Arbeitsgelegenheit 500
Euro. Damit finanziere die GFFB die Stellenakquise und den
organisatorischen Aufwand, sagt die Projektkoordinatorin Annemie Pauli.
Mit einigen Kooperationspartnern wie dem Frankfurter Verband habe die
GFFB bereits zuvor zusammengearbeitet. Durch das Büro in Eckenheim
wolle die GFFB nun verstärkt stadtteilorientiert arbeiten. „Wir haben
bewusst ein Büro im Erdgeschoss mit Schaufenstern gewählt, denn wir
wollen Präsenz zeigen“, sagt Pauli.
Für interessierte Eckenheimer sei es nur ein kleiner Schritt, „mal bei
uns rein zu schauen“. Ihre Mitarbeiter hängen täglich Jobangebote aus.
Ein Gärtner, ein Dachdecker und eine Kosmetikerin hätten sich bereits
bei ihnen nach Arbeit erkundigt. Aber auch zwei Arbeitgeber hätten sich
auf der Suche nach einer Reinigungskraft und einem
Versicherungsvertreter an sie gewendet. Von der Nähe zu den örtlichen
Verbänden verspricht sich Pauli außerdem eine intensivere
Zusammenarbeit: „Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die Chancen
der Arbeitslosen auf Weiterbeschäftigung zu verbessern. “Die Dauer der
Arbeitsgelegenheiten ist auf neun Monate begrenzt. Danach liegt es im
Ermessen der Träger, ob sie die zusätzlichen Arbeitskräfte übernehmen.
Obwohl beim Jobcenter Nord die Nachfrage nach Arbeitsgelegenheiten
inzwischen zurückgegangen sei und viele Plätze unbesetzt blieben, ist
Jochen Steinacker, GFFB-Projektmanager, zuversichtlich, dass sie die
100 Arbeitsgelegenheiten, die entstehen sollen, auch vermitteln können.
Bei der Eröffnung am Montag traf das Stadtteilbüro jedenfalls auf viele
positive Reaktionen, vor allen bei den Ortsbeirat-Vertretern.
FRANCISKA SCHUBERT
KONTAKT ZUM JOBCENTER
Die Beschäftigungsgesellschaft GFFB
bietet derzeit rund 240 Erwerbslosen so genannte
Ein-Euro-Jobs.
Seit deren Einführung im November
2004 konnten laut GFFB ein Viertel aller Erwerbslosen in Arbeit oder
weiterführende Maßnahmen vermittelt werden.
Das Stadtteilbüro, Eckenheimer
Landstraße 461, ist unter 954118789 zu erreichen. Weitere Büros:
Bockenheim, Leipziger Straße 60; Fechenheim, Alt-Fechenheim 81;
GFFB-Zentrale in der Elbinger Straße 7.
ISK