Das Stadtteilbüro der GFFB in Frankfurt – Eckenheim jobs@eckenheim vermittelt im Auftrag des Rhein-Main-Job-Centers Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose in Eckenheim und im Frankfurter Norden.
Die Arbeitszeit für die gemeinnützigen Aufgaben im Hausmeisterbereich in der Hauswirtschaft, im sozialen Bereich, im Büro und im Fahrdienst beträgt maximal 25 Stunden die Woche. Die Mitarbeiter erhalten 1,50 Euro die Stunde zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld II. Außerhalb der Arbeitszeit werden sie im Weiterbildungszentrum der GFFB in der Elbinger Straße geschult. Die Dauer der Arbeitsgelegenheiten ist auf neun Monate begrenzt. Die Arbeit des Stadtteilbüros wird unterstützt von der Stadt Frankfurt am Main und dem Sozialrathaus Dornbusch.
Seit 1. Januar bietet das Stadtteilbüro ein zusätzliches Projekt an: Den Einkaufs- und Begleitservice für Seniorinnen und Senioren über 65 Jahre oder für Menschen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
In dieser Arbeitsgruppe gehen die Mitarbeiter für die Auftraggeber einkaufen oder begleiten sie bei ihren Einkäufen. Bislang hat das Büro in Eckenheim drei feste Kunden, die regelmäßig den Einkaufs- und Begleitservice in Anspruch nehmen. Dieser Service ist für den Kunden kostenlos. Das Stadtteilbüro möchte gerne seinen Kundenstamm vergrößern.
Frau Brügel nutzt schon seit einigen Wochen diesen Service. Einmal in der Woche wird sie von Frau Nebenführ bei ihrem Einkäufen begleitet. Da Frau Brügel schlecht sehen und hören kann, ist sie glücklich über dieses Projekt. Sie sagt: „ Ich habe von Anfang an keine Bedenken gehabt, da dieses Angebot von einer Organisation unterstützt wird und ich bin mit Frau Nebenführ sehr zufrieden. Ich würde jederzeit den Einkaufsservice ohne Begleitung wählen, wenn es mir eines Tages nicht mehr so gut geht“.
Frau Racky, schwer gehbehindert, schreibt über den Einkaufsservice: „Als ich Ende Januar bei meiner Hausärztin war, habe ich ein Prospekt des Stadtteilbüros über den Einkaufsservice mitgenommen, zu Hause gelesen und sofort dort angerufen. Ich habe mit einem freundlichen, netten Herrn gesprochen, der mir alles erklärt hat, wie das mit dem Einkaufsservice abläuft. Bei Bedarf rufe ich an und am nächsten Tag kommt eine nette Dame und erledigt meine Einkäufe, sogar die Uhrzeit kann ich noch bestimmen. Ich kann nur sagen, ich bin rundum zufrieden und glücklich, dass es so eine Einrichtung gibt. Eins hätte ich fast vergessen, das ganze ist völlig kostenlos für mich. Dies ist für mich, da ich eine karge Rente habe, wie ein kleiner Lottogewinn!“
Wenn Sie ebenfalls Hilfe benötigen und die Arbeit des Stadtteilbüros unterstützen möchten, genügt ein Anruf und der Auftrag wird schriftlich aufgenommen. Sie können zwischen dem Einkaufs- und Begleitservice wählen. Sie erhalten bereits am Telefon den Namen des Mitarbeiters, der Ihnen behilflich sein wird. Der Mitarbeiter muss sich mit einem Dienstausweis ausweisen. Falls Sie nicht selbst einkaufen möchten oder auch können erhält der Mitarbeiter an der Wohnungstür Ihren Einkaufszettel und das Geld, das er im Voraus benötigt. Der Geldempfang wird mit einer Quittung bestätigt. Bei Lieferung der Ware erhalten Sie das Wechselgeld zurück.
Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Mitarbeiter als Begleitung für einen längeren Weg, z. B. für einen Arztbesuch, anzufordern. Wenn Sie dies wünschen, müssten Sie zwei oder drei Tage vorher telefonisch Bescheid geben. Falls Sie gerne an einer kulturellen Veranstaltung teilnehmen möchten und eine Begleitung benötigen, ist dies ebenfalls kein Problem. Sie müssten jedoch den Eintritt für den Mitarbeiter übernehmen. Dieser ist durch den Frankfurter Pass reduziert.
Der Einkauf- und Begleitservice wird von den Mitarbeitern, die eine dunkelblaue Jacke mit GFFB- Logo tragen, zu Fuß mit den Trolleys durchgeführt. Sie dürfen keine Trinkgelder und Sachwerte annehmen und der Auftrag endet an der Wohnungstür. Dieser Service ist aber auch für Menschen interessant, die unweit von Eckenheim wohnen, wie z. B. in Preungesheim oder Dornbusch. Die Mitarbeiter können den Service mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen, da sie ein Monatsticket besitzen der von der GFFB finanziert wird. Weitere Informationen über dieses Projekt erhalten Sie über das Stadtteilbüro, Tel.: 069/954118789.
Aysegül Wellershaus „evangelisches eckenheim“ Ausgabe Aprill 2007
(Informationen der Evangelischen Nazarethgemeinde Frankfurt am Main)