Fachwissen und Sprachkompetenz führen zum Erfolg

Absolventinnen und Absolventen des Modellprojektes „Handel im Wandel“ überzeugen in ihren Abschlussprüfungen

 

Frankfurt, 27.06.2018 Ihre erfolgreichen Abschlussprüfungen zur Verkäuferin oder zum Verkäufer konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Modellprojektes „Handel im Wandel“ der GFFB gGmbH in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Frankfurt feiern. Um diese Leistung angemessen zu würdigen, wurden die Zertifikate am 27.06.2018 im World Café der GFFB gGmbH feierlich überreicht.


 

Claudia Czernohorsy-Grüneberg, Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt am Main, hat den Absolventinnen und Absolventen in der Feierstunde persönlich gratuliert. „Ich habe schon vor zwei Jahren die Ausbildungsklasse besucht und war von der Motivation der Teilnehmenden beeindruckt. Wir müssen als Jobcenter neue Wege gehen, um die Chancen von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Es zeigt sich, dass sich das dreigliedrige System von Spracherwerb, Ausbildung und Praktika bewährt hat. Das Jobcenter steht weiter an der Seite der GFFB und begrüßt eine Verstetigung des Modells.“

 

Das Modellprojekt „Handel im Wandel“ wurde im Rahmen eines Innovationsprogramms des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ausgewählt und startete im April 2016. Das Jobcenter Frankfurt am Main hat die Qualifizierung als berufliche Weiterbildung gefördert. Das Nachqualifizierungsangebot in Teilzeit mit berufs-integrierter Sprachförderung zielte auf den IHK-Abschluss Verkäuferin oder Verkäufer ab und richtete sich an langzeiterwerbslose Migrantinnen und Migranten mit einem B1-Sprachniveau. Dies stellte eine Besonderheit dar, da üblicherweise ein Sprachniveau B2 Voraussetzung für den Beginn einer Ausbildung ist.

 

„Wir haben bewiesen, dass es möglich ist!“ betonte Barbara Wagner, Geschäftsführerin der GFFB gGmbH. „Wenn die Rahmenbedingungen an den Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientiert werden, können auch Personen mit eingeschränkten sprachlichen Vorkenntnissen einen Berufsabschluss erreichen. Das Modell der berufsintegrierten Sprachförderung hat sich als außerordentlich erfolgreich zur Gewinnung von Fachkräften erwiesen und sollte Bestandteil der Instrumente der Arbeitsmarktpolitik auf der Bundesebene werden.“

Um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer optimal zu unterstützen, wurden sie von einer ausgebildeten Sprachförderkraft nicht nur im Rahmen des fachtheoretischen Unterrichts im Teamteaching mit der Fachanleitung eng begleitet, sondern auch bei ihren Praxiseinsätzen im DRK-Kleiderladen „Kreuz und Quer“ in Sachsenhausen.

Als wichtigen Teil des Erfolgsrezeptes hebt Czernohorsky-Grüneberg die Form der Ausbildung in Teilzeit hervor, die auch Müttern eine Qualifizierung ermöglicht. Sie wünscht sich, dass Arbeitgeber Teilzeit-Arbeitsplätzen mehr Raum geben. 

 

Zu ihren Wünschen für ihre persönliche Zukunft befragt, nannten viele der Teilnehmenden zuerst den erfolgreichen IHK-Abschluss zu Verkäuferin bzw. zum Verkäufer, an zweiter Stelle folgte die erfolgreiche Jobsuche. Für viele hat sich der erste Wunsch nun erfüllt: Sie haben seit dem 15.06.2018 eine abgeschlossene Berufsausbildung. Weiterhin unterstützt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GFFB und dem Arbeitgeberservice des Jobcenters Frankfurt läuft nun der Bewerbungsprozess. Ein neuer Ausbildungslehrgang mit integrierter Sprachförderung unter finanzieller Beteiligung des Jobcenters startet im August 2018.

 

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter: www.gffb.de/sprachfoerderung

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok