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Lesung und Diskussion: Das Gallus – Neudefinition? Wer wir sind und was wir werden

Frankfurt, 09.05.2019 

Gentrifizierung, Wohnraumknappheit, Mietpreisbremse – Das Thema „Wohnen“ ist allgegenwärtig und steht auch im Zentrum der im Rahmen des Lesefests


„Frankfurt liest ein Buch“ stattfindenden Veranstaltung „Das Gallus – Neudefinition? Wer wir sind und was wir werden“. Am 9. Mai 2019 liest die Schauspielerin Heidi Ecks, festes EnsembleMitglied am Frankfurter Schauspiel, ausgewählte Passagen aus „Westend“ von Martin Mosebach. Anschließend diskutieren als Gäste Eyup Yilmaz, der wohnungspolitische Sprecher der Linken, Maria Schmedt, die Quartiersmanagerin des Gallus, Katharina Wagner vom Dezernat Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt und Sebastian Schipper vom Arbeitskreis „Kritische Geografie der Goethe Universität Frankfurt“ über eine mögliche Neudefinition des Stadtteils. Die GFFB gGmbH will mit der Lesung und der anschließenden Podiumsdiskussion einen Begegnungsraum schaffen und lädt daher um 18 Uhr im hauseigenen World Café, Mainzer Landstraße 349, in einer zwanglosen Atmosphäre ein.

Mit „Westend“ von Martin Mosebach steht in diesem Jahr ein Roman im Mittelpunkt des bereits seit zehn Jahren stattfindenden Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“, der das Thema „Wohnen und Wohnraum“ im Frankfurt der Nachkriegsjahre beleuchtet. In den 1960er Jahren veränderte sich das Westend zunehmend: Wohnraum musste Büroflächen weichen, Spekulation stand auf der Tagesordnung. Dieser Wandel und seine Auswirkungen werden im Roman anschaulich gezeigt. Auch das Gallus verändert sich und damit einher gehen viele Fragen, die insbesondere die Anwohner des Viertels beschäftigen.
Parallelen zwischen Roman und Wirklichkeit, zwischen damals und heute und Perspektiven für die Zukunft können von Gästen und Publikum während der Diskussion erörtert werden.
Stadtpolitische Themen sind der GFFB als Bildungsträger mit verschiedenen Arbeitsmarktprojekten ein großes Anliegen. Die Veränderung des Gallus beobachten viele Anwohner mit großer Sorge. Das ehemalige Arbeiterviertel ist durch massive städtebauliche Veränderungen mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Viele Bewohner wissen nicht, wie ihr Viertel in den nächsten Jahren aussehen wird und ob sie sich noch heimisch fühlen werden. Der Roman „Westend“ ist daher aktueller denn je.


Eyup Yilmaz von den Linken fordert mehr Sozialen Wohnungsbau in Frankfurt und den Stopp der Verdrängung. Maria Schmedt als Quartiersmanagerin im Gallus kennt die Sorgen und Konflikte im Stadtteil. Sie
bringt Menschen zusammen und ist im regen Austausch mit offiziellen Stellen und Anwohnern. Katharina Wagner vertritt die Stadt Frankfurt und kennt die rechtlichen Rahmenbedingungen. Sebastian Schippers
Forschungsschwerpunkt ist die Stadtforschung. Er wird einen Einblick in den wissenschaftlichen Diskurs geben.  Durch den Abend führt Clemens Dörrenberg, freier Journalist u.a. für die Frankfurter Rundschau.