Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Die GFFB gGmbH unterzeichnete im Juli 2014 dies hessische Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Wir schließen uns damit der Initiative des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) an und tragen als Unternehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Familienangehörigen.

 

Mit der Unterzeichnung der Charta bekennen wir uns zu dieser Verantwortung. Auf der Seite des HMSI finden Sie weitere Informationen zur Initiative des Landes.

 

2014 07 25 Charta Pflege GFFB

 

 

 

Der Text der Charta im Wortlaut:

 

Die Beschäftigungssituation in Deutschland, wie auch in Hessen, ist vom demografischen Wandel geprägt. Das führt zu einem Fachkräftemangel und dazu, dass immer mehr Beschäftigte sich neben dem Beruf um die Pflege von Angehörigen kümmern. Gründe hierfür sind nicht nur die demografisch bedingte Zunahme der zu pflegenden Menschen und damit der Pflegenden, sondern auch Entwicklungen wie eine höhere Frauenerwerbsbeteiligung, eine längere Lebensarbeitszeit und die Alterung der Belegschaften.Wir, die Unterzeichner, haben gemeinsam das Ziel, die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege aktiv anzunehmen. Mit der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege werden Beschäftigte unterstützt, Fachkräfte gebunden und Arbeitgeber gestärkt. Eine engere Bindung der Beschäftigten an den Arbeitgeber, ein niedrigerer Krankenstand sowie eine Verbesserung des Image schaffen Wettbewerbsvorteile. Der Standort Hessen soll systematisch weiterentwickelt werden.

 

Es geht uns darum, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Anforderungen der Arbeitgeber als auch den Belangen der Pflegenden und nicht zuletzt der pflegebedürftigen Angehörigen Rechnung tragen.Mit der Unterzeichnung dieser Charta wollen wir folgende Beiträge leisten:

 

  1. Wir wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem die Pflege der Angehörigen kein Tabu ist. Wir stimmen darin überein, dass Beschäftigte, die Angehörige pflegen oder betreuen, eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe übernehmen.

  2. Wir wollen eine Organisationskultur fördern, die von Respekt und Wertschätzung für die Übernahme der Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige geprägt ist. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass alle Beschäftigten, insbesondere solche mit Führungsaufgaben, diese Werte erkennen, teilen und leben.

  3.  Wir wollen einen lösungsorientierten Umgang mit den Situationen der pflegenden Beschäftigten etablieren,enn jede Pflegesituation ist anders und kann sich zudem immer wieder ändern.

  4. Wir wollen den innerbetrieblichen Informationsstand über die gesetzlichen Rahmenbedingungen und über die im Betrieb und in der Kommune vorhandenen Unterstützungsleistungen bei allen Beschäftigten verbessern.

  5.  Wir wollen einen innerbetrieblichen Dialog über unsere Aktivitäten bei der Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege aufbauen und regelmäßig innerbetrieblich Auskunft über die erfolgten Fortschritte geben.

  6. Wir wollen unser Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu einem Bestandteil des externen Dialogs machen.Unser gemeinsames Ziel ist, die Übernahme der Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige zu unterstützen.
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