Kongress "Neue Wege in der beruflichen Sprachförderung" am 31.08.2016

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Der Kongress „Neue Wege in der beruflichen Sprachförderung – Perspektiven für Unternehmen und Zugewanderte“ thematisiert aktuelle Anforderungen an den Erwerb einer Fachsprache, die eine spezifische Form des Spracherwerbs und eine zentrale Kompetenz für die erfolgreiche berufliche Integration ist. Gemeinsam mit Entscheidungsträgern/-innen, aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik sollen neue Wege zur Lösung aufgezeigt und strategische Ziele definiert und diskutiert werden.

 

Eröffnet wird der Kongress durch den hessischen Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner, der Dezernentin Integration und BIldung Sylvia Weber sowie die Vizepräsidentin des IHK-Präsidiums Frau Karen Hoyndorf.

 

Nach einer Keynote von Prof. Jörg Roche, von der Ludwig-Miximilians-Universität München, werden in einer Expertenrunde am Vormittag sowie mehreren Foren, Ansätze von Unternehmen sowie spezifische Modelle integrierter Sprachförderung und kreative Ansätze zur Unterstützung unterschiedlicher Zielgruppen aufgezeigt.

 

Die Ergebnisse, strategischen Überlegungen und Handlungsansätze aus den Foren werden abschließend mit Verantwortlichen für Programmplanungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene diskutiert.

 

Der Kongress richtet sich an alle Personengruppen, die in unterschiedlichen Bereichen an zukunftsorientierten Lösungen arbeiten. Hierzu zählen Unternehmensleitungen, Führungs- und Fachkräfte im Personalmanagement, Berufsschullehrer/-innen, Trainer/-innen, betriebliche und außerbetriebliche Ausbilder/-innen, Sprachlehrkräfte, Wissenschaftler/-innen, Fachexperten/-innen sowie Bildungsmanager/-innen und Interessierte aus anderen Fachdisziplinen.

 

Während des gesamten Tages können sich die Besuchern/-innen an Ständen mit überregionalen Fachexperten/-innen über die unterschiedlichsten Modelle der Sprachförderung informieren, in Austausch gehen und Kontakte knüpfen.

 

Veranstalterinnen sind die IHK Frankfurt am Main und die GFFB gGmbH. Der Kongress wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Warum integrierte Sprachförderung?

Deutschland ist seit mehreren Jahrzehnten ein Einwanderungsland. Die  Herausforderungen der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft und die demografische Entwicklung erfordern zunehmend komplexere Kompetenzen. Die Bedeutung fachübergreifender Kompetenzen, insbesondere der kommunikativen Fähigkeiten, nimmt kontinuierlich zu.

In den heterogenen Branchen besteht auf unterschiedlichen fachlichen Niveaus eine wachsende Anforderung an eine fachsprachliche Kompetenz.

Demgegenüber wächst die Gruppe potenzieller Arbeitskräfte, die eine intensive Unterstützung beim Erwerb einer Berufssprache benötigt. Die aktuelle Zuwanderung Geflüchteter, aber auch die Wanderungsbewegungen im europäischen Binnenmarkt machen diesen Bedarf besonders deutlich.

Die Zugangsmöglichkeiten zu Angeboten im deutschen Bildungssystem auf allen Ebenen und für unterschiedliche Zielgruppen sind zentrale Voraussetzung einer gelingenden beruflichen und gesellschaftlichen Integration. Hierzu bedarf es eines erweiterten Instrumentariums und ineinandergreifender Maßnahmen, um die Zielgruppen mit fehlenden Sprachkenntnissen zu erreichen.

Insbesondere die Methodik der integrierten Sprachförderung ist geeignet, den Erwerb sprachlicher und fachlicher Kompetenzen zu optimieren. Der Kongress wird auf die Vorstellung dieses Ansatzes daher einen besonderen Schwerpunkt legen.

Büro für überflüssige Worte

– Sprachkritisches Kunstprojekt von Dirk Hülstrunk (Ludwig-Erhard-Saal)

Das „Büro für überflüssige Worte“ nimmt ihren persönlichen Wortmüll über die Dauer des gesamten Kongresses entgegen. Im Austausch erhalten Sie ein frisches Ersatzwort. Überflüssige Wörter können bereits vor Kongressbeginn abgegeben werden.

Programm:

09:00 – 09:30   Anmeldung

09:30 – 10:15   Eröffnung

Karen Hoyndorf, IHK-Vizepräsidentin und Geschäftsführerin der

Personal Compass Group Deutschland GmbH

Stefan Grüttner, Hessischer Sozialminister

Sylvia Weber, Dezernentin Integration & Bildung (Dezernat XI)

Stadt Frankfurt am Main

10:15 – 11:00   Keynote – “Berufssprache Deutsch – Zu den Vorteilen eines

kohärenten und effizienten Lern- und Lehrprinzips”

Prof. Dr. Jörg Roche, Ludwig-Maximilians-Universität München,

Institut für Deutsch als Fremdsprache

11:00 – 11:15   Kaffeepause

11:15 – 12:30   Podiumsdiskussion

Marion Freddy Krämer, Personaldirektorin

Steigenberger Frankfurter Hof,

Silke Niehaus, Zentralbereichsleiterin, Personalservicedienstleistungen

Fraport AG

John Lotz, Leiter Personal

WISAG Facility Service Holding GmbH

Barbara Wagner, geschäftsführende Gesellschafterin

GFFB gGmbH

12:30 – 12:45   „Überflüssige Worte” – Sprachperformance von Dirk Hülstrunk

12:45 – 13:30   Mittagspause

13:30 – 15:00   Foren – Best Practice Beispiele

Erarbeitung von Forderungen und Handlungsempfehlungen

15:00 – 15:15   Kaffeepause

15:15 – 15:30  „Überflüssige Worte” – Sprachperformance von Dirk Hülstrunk

15:30 – 15:45  Anne Kathrin Lutz, Referentin

 „Grundsatzfragen der Migrationspolitik“

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

Berufsbezogene Sprachförderung vom BMAS

15:45 – 17:00   Fishbowl-Diskussion

Zukunft von Qualifizierung, Sprache und Integration

Dörte Ahrens, Hess. Ministerium für Soziales und Integration

Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Jobcenter Frankfurt am Main

Thomas Friedrich, Bundesagentur für Arbeit

Regina Jordan, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Anne Kathrin Lutz, Referentin „Grundsatzfragen der Migrationspolitik”,

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

Gesamtmoderation: Canan Topçu, Journalistin