Deutscher Diversity-Tag in der GFFB
Wie leben wir Vielfalt in unserem Arbeitsalltag? Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Diversität nicht nur mitgedacht, sondern aktiv gestaltet wird?
Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen alle
Offener Austausch im Fishbowl-Format
Die Veranstaltung wurde als offene Fishbowl-Diskussion durchgeführt. Die erste Hälfte wurde von unserer Geschäftsführerin Mürvet Öztürk moderiert, die zweite Hälfte übernahm Maria Duhan, die Leiterin der Sprachförderung. Das Fishbowl-Format bot einen offenen Rahmen: Wer Gedanken, Erfahrungen oder neue Impulse zum Thema Diversität einbringen wollte, konnte jederzeit in den inneren Gesprächskreis wechseln und aktiv an der Diskussion teilnehmen. Dadurch entstand ein dynamischer Austausch, in dem viele unterschiedliche Perspektiven sichtbar wurden.
Vielfalt als gelebte Unternehmenskultur
Es zeigte sich schnell, dass sich das Selbstverständnis vieler Mitarbeitender stark mit der Unternehmenskultur der GFFB und des ZfW deckt. Beide Unternehmen werden als offene, vielfältige und dialogorientierte Orte wahrgenommen, die Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen Raum bieten – sowohl unter den Mitarbeitenden als auch unter den Teilnehmenden. Vielfalt wird bewusst multidimensional verstanden. Im Dialog spielten nicht nur Herkunft, sondern auch Alter, Geschlecht, Sexualität, individuelle Biografien, Erfahrungen und persönliche Lebenswege eine Rolle. Die Teilnehmenden der Fishbowl-Diskussion beschrieben Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als großes Potenzial, das den Arbeitsalltag bereichert und neue Perspektiven eröffnet.
Wie muss Vielfalt gestaltet werden?
Im Verlauf der Diskussion kristallisierte sich diese zentrale Frage heraus: Wie muss Vielfalt insbesondere im Kollegium gestaltet werden, damit jede*r seine/ihre Individualität einbringen und leben kann? Die Beiträge machten deutlich, dass Vielfalt nicht allein durch formale Strukturen entsteht. Vielmehr braucht es Sensibilisierung, Offenheit und eine bewusste Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. Nur wer Vielfalt reflektiert und aktiv lebt, kann auch ein Vorbild für andere sein. Warum? Weil Vielfalt sichtbar sein muss, um gesellschaftliche Realität abzubilden, Toleranz zu fördern und Chancengleichheit zu schaffen.Besonders wichtig war dabei die Erkenntnis, dass es im Umgang mit Vielfalt keine starren Lösungen nach „Schema F“ geben kann. Stattdessen sind flexible Lösungswege, gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, voneinander zu lernen, gefragt – sei es im Unterricht, in der Zusammenarbeit mit Teilnehmenden oder im kollegialen Austausch.
Ergebnisse sichern und gemeinsam weiterdenken
Ein zentraler Aspekt der Veranstaltung war, die zahlreichen Gedanken, Erfahrungen und Impulse der Mitarbeitenden aus der Diskussion festzuhalten und für die weitere Arbeit in der GFFB und dem ZfW nutzbar zu machen. Die Ergebnisse des Erzählcafés bilden eine wichtige Grundlage, um Vielfalt auch künftig bewusst weiterzuentwickeln und aktiv in den Arbeitsalltag zu integrieren. Denn Vielfalt darf nicht als Selbstverständlichkeit betrachtet werden, sondern muss immer wieder neu aufgegriffen werden, um das Bewusstsein aller zu stärken.
Danke für einen inspirierenden Nachmittag
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wertvoll der offene Austausch innerhalb der Teams ist. In lockerer Atmosphäre sind ehrliche, persönliche und bewegende Gespräche entstanden, die noch nachwirken. Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Team der TQ Hauswirtschaft für den leckeren Schoko- und Zitronenkuchen sowie unseren Moderatorinnen Mürvet Öztürk und Maria Duhan für die Gestaltung und Begleitung der Diskussion.
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